Die ISOEN 2026 fand vom 17. bis 20. Mai 2026 in Chongqing statt. Diese internationale Konferenz ist eines der wichtigsten wissenschaftlichen Foren für Forschung und technologische Entwicklung in den Bereichen künstlicher Geruchssinn, Gassensorsysteme, elektronische Nasen und elektronische Zungen. Die Veranstaltung brachte Forscher, Industrievertreter und akademische Einrichtungen zusammen, die sich mit Sensortechnologien, Signalverarbeitung, Mustererkennung und analytischen Instrumenten für Anwendungen in der chemischen Sensorik beschäftigen.
Das Konferenzprogramm umfasste ein breites Spektrum wissenschaftlicher und technischer Aktivitäten, wie z. B. spezielle Tutorien, mündliche technische Sitzungen, Posterpräsentationen und technologieorientierte Wettbewerbe.
Die Teilnahme an den technischen Sitzungen bot die Möglichkeit, an mehreren Vorträgen teilzunehmen, die sich mit den jüngsten Fortschritten bei künstlichen Geruchssensoren befassten. Diese Vorträge behandelten unter anderem Themen wie die Optimierung von Sensoranordnungen, Temperaturmodulationstechniken und eingebettete Implementierungen. Darüber hinaus wurden in mehreren Diskussionen die derzeitigen Grenzen der Technologien für die elektronische Nase und die elektronische Zunge erörtert, darunter die Selektivität der Sensoren, die Langzeitstabilität, die Wiederholbarkeit, die Umweltempfindlichkeit und die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Kalibrierung und dem Einsatz in der Praxis. Diese Sitzungen trugen zu einem breiteren Verständnis aktueller Forschungstrends und zukünftiger Richtungen auf diesem Gebiet bei.
Während der Postersitzungen wurde den Konferenzteilnehmern die Forschungsarbeit mit dem Titel "Temperaturmodulierte elektronische Nase mit digitalen Gassensoren" vorgestellt. Die Posterpräsentation ermöglichte detaillierte technische Diskussionen mit den Forschern und Teilnehmern über die Systemarchitektur, die experimentelle Methodik, die Signalverarbeitungsstrategien, die Techniken zur Merkmalsextraktion und die experimentellen Ergebnisse. Darüber hinaus lieferte das dabei erhaltene Feedback wertvolle Einblicke in potenzielle Verbesserungen, zukünftige Forschungsrichtungen und mögliche Anwendungsszenarien für das vorgeschlagene System.
Zusätzlich zu den wissenschaftlichen Sitzungen stellte die Teilnahme am Sniffest-Wettbewerb eine wichtige praktische Komponente der Konferenzaktivitäten dar. In Zusammenarbeit mit einem anderen Forscher wurde ein elektronisches Nasensystem für die Unterscheidung chinesischer Heilkräuter entwickelt und vorgestellt. Das System verwendete Gassensor-Array-Messungen in Kombination mit Mustererkennungstechniken, um charakteristische Profile flüchtiger Verbindungen in Verbindung mit verschiedenen Kräuterproben zu identifizieren. Der Wettbewerb umfasste eine vergleichende Bewertung mit Systemen, die von anderen internationalen Forschungsgruppen entwickelt wurden, wobei Kriterien wie Klassifizierungsgenauigkeit, Reaktionsgeschwindigkeit und Gesamtleistung des Systems berücksichtigt wurden. Die vorgeschlagene elektronische Nase erreichte den dritten Platz im Wettbewerb, was die Effektivität der implementierten Erfassungs- und Klassifizierungsmethodik beweist und eine externe Validierung der Fähigkeiten des Systems ermöglicht.
Insgesamt bot die Teilnahme an der ISOEN 2026 einen wertvollen Einblick in die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der elektronischen Nase und der elektronischen Zunge, erleichterte den technischen Austausch mit internationalen Forschern und trug zur Verbreitung und Validierung der vorgestellten Forschungsergebnisse in der wissenschaftlichen Gemeinschaft bei, die sich auf künstliches Riechen und chemische Sensorsysteme spezialisiert hat.
Hinweis: Dieser Bericht wurde von Herrn Victor Gonzalez verfasst, der einen der sechs 24h-MOM-Reisepreise für Geruchskonferenzen erhalten hat. Wir möchten ihm für diese Arbeit danken und wünschen ihm viel Erfolg bei seinen Projekten und Forschungsbemühungen.
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